Baden-Baden

 Kurzfassung:

Aber, man schrieb eine Zeit, in der die Landnahme gerade abgeschlossen war und man damit begann, dieses Land zu kultivieren - da fristete ein Dichtergeist in einem abgelegenen Winkel des Schwarzwaldes sein bescheidenes Dasein. Seine Gemahlin war allzu früh an den Gebrechen verstorben, die ihr die Schwindsucht auferlegte. Ein waches Andenken an die Mutter wahrte die hübsche Tochter Roxana, indem sie mit Sonne belebtem Wesen ihrem Vater die Trauer soweit erträglich als möglich hielt und in ihrem heilenden Wortverständnis wie Balsam die Seele streichelte... Es begaben sich aber einfache Lebensumstände. ... Zu einem Akt der Hilflosigkeit – entlang zwischen traumschönen Poesiegeist... 

Singstimme... Natur nur bei ihr hervorgebracht hat... die alemannische Mundart klang wie Musik – in ihren eindringlichen Preisungen, singend voll von Wehmut but noch dunkler Sehnsucht folgend - es zog sie an der Glanz eines höheren Glücks – ja, ihre zartseidene Seelenwelt... beseelte sie Vaters Dichtkunst mit dem froh gestimmten Anhauch ihrer Gefühle. Eines schönen und hellen Tages, da verhalten alle zwingenden Wünsche meines Herzens sich still...

Gefangen, vom Hauch des Frührots umfangen, waren die Tränen, als sie Abschied vom blühenden Forellenbach nahm...

Der Freigeist wünschte sich so sehr einen Enkel oder mehrere davon.. erfuhr das Mädchen von den Reizen dieses Fleckchens Erde, wo die Menschen, mit dem Schönsten zufrieden, der verheißungsvollen Anmut der Rosen huldigen und dabei in den Auenpfaden eines oosigen Rinnsals entlang zu wandern frönen... glucksender Wasser heißem Elemente!

Eh´ der Vater sich versah, packte sie eines Tages ihre Siebensachen... Mein lebensreifes Herzmädel, hört sie die Stimme... gerüstet mit willigem Geist strebt die junge Frau festen Schrittes dem Kommenden entgegen - verlässt im Gehen den Boden einer erlöschenden Zeit...

Bereit zum Sterben lag der Tag, der Abend atmet aus, und wie es dunkelt - da offenbart sich ihr tief smaragdgrün und geheimnisvoll ein einsamer Bergsee..., eine verfängliche Nacht..., die Mummeln, die Geistgestalt und Vaters zuflüsternde Ratschläge, deren Stoff sich in ihre Seele ausmalt, verebben. Das Naturjuwel eines Wundersees zog sie in Bann - und wer ist der ritterliche Fremde... am Morgen steht ein Krug mit Brombeerblättertee zu einem Stück echtem Schwarzwälder Schinken auf einem Stein und eine Schale mit geheimnisvollen Kräutern im Schein ihres Nachtlager...„Wohin willst du, wohin führt deine Wanderlust, schönes Kind – sag es mir !“

Der Pferderitt am Retro zu zweit...

Nun ja, sie fanden Gefallen aneinander und die Geschichte nimmt ihren Fortgang:

„Nach Baden, in diese einzigartige Stadt, wo das Leben überfließt, man spricht von ihr als Ort der vielen Heilquelle...

Erregend das dienliche Rot zum herzigen Verhältnis ihrer Oberlippe--- musiziert der Frühling windend aus ihren unerfindlichen Locken. 

...„Ich bin Junker Burkart aus dem Hause Keller“ - und er erzählt ihr, dass eine geisterhafte Jungfrau ihm nahe der Yburg auf einem nächtlichen Nachhauseweg die Seele aus dem Leib gesogen und verschlungen hat.

...Roxana fühlt sich so eigenartig und so fremd in sich selbst – in ihrem Gemüt ist Bewährung in der Prüfung - und gibt wieder junges Vertrauen frei?! - ...Die Herzen waren jedoch angetan...

Es trennen sich die Wege...

Den verbliebenen Vater in den Anhöhen des Nordschwarzwaldes sucht in einer Zwiesprache mit sich selbst arge Melancholie heim; sie hat einem Sohn das Leben geschenkt...

Maienfest - sie trifft ihren Vater, der nachgereist...

gesanglicher Wettbewerb: Vater - Tochter - Tony

...Tiefe menschliche Abgründe durchschreitend... verschlungene Wege.... der kriegerische Kampf auf dem Schlachtfeld inmitten...

er weiß um die großen Taten der Verzweifelten – er weiß aber auch um die Untaten, die im Geiste zu Früchten reifen: Aus schier nicht enden wollender innerer Zerrissenheit kehrt bei Junker Burkart für ganz Gesundung ein. - Kraftstrotzend, gewissenlos und die Gefühle im Rausch heruntergeschluckt... 

Und die Unerklärbarkeit des Bösen so unergründlich, ebenso die Konsequenzen des eigenen Handelns im selbstgeschaffenen Schicksal... . Des Ritters Tugendrückkunft, Roxana einfach zuhören zu können... schenken sich nun im < Für Immer > aus unsichtbarem Sternenrad, das romantisch verspielt den Schleier enthüllt Die Hochzeit zu Baden-Baden!“, durch den romanzartigen Charakter des nimmer enden wollenden Duetts in seinen handwerklichen Details.

..Durch die Türen der Handlung geleitet als Botschafter des Geistes die Stimme der Weisheit - bestimmt, der Badewelt poetischer Widerstand als unerschütterliche Kraft des Sozialen auszuschicken – und ist verkörpert durch Sophisto.

Diese Geschichte möge sowohl eine zeitlose Reise durch den vielschichtigen Ablauf der Zeit selbst sein zu wechselnden Stimmungen, als auch Mittler zwischen gestern, heute und morgen – vielleicht auch, um an der Stellschraube unserer Erdenpilgerfahrt zu drehen.

Hier endet der Lauf dieser Historie!

 

In eigener Person:

Es begab sich um das Jahr 2000 - der Autor der hier vorgestellten Gedichte und Bühnentücke besuchte eine esoterische Messe im Kongresshaus Baden-Baden. Ein Buchautor, mit dem er ins Gespräch kam, sagte voraus, dass um das Jahr 2020 die Welt von schlimmen Dingen heimgesucht werde und führte dies anhand seinem Buch aus. Der Mann erweckte Vertrauen - und mehr unbewusst - richtete ich meine Literatur darauf aus...