Wachträume verschiedener Welten

Zum Geleit:

Zum Garten des Ursprungs fügen sich Träume – Träume hin zu einer einzigen Oase des Friedens. - Bühnenkunst, als Auftrag der Schöpfung angesehen, darf der pauschalen Weltsicht voraus sein, soll jeden, alle Schichten erreichen, denn dieses Thema betrifft alle Menschen, die sich auf den Weg zu sich selbst begeben. Auf der Suche sind wir alle - nach Sinn, nach Sicherheit, nach Vertrautheit, aber der innere fröhliche und gute Kern wird zusehends immer mehr verschüttet. - Was zersplittert denn so das Soziale? – Die Familie steht am Scheidewege - das wärmende Nestgefühl kommt immer mehr abhanden. Und die Maschen in der Arbeitswelt ziehen sich immer enger. Man rennt Pflicht und Gewohnheit nach und arbeitet erfolgreich aneinander vorbei, und kämpft den verbissenen Kampf um die Wahrheit. Von Arbeitgeberseite herrscht Druck, immer schneller agieren zu müssen und den Veränderungen sich zu stellen. Der Mensch als Erbe von Werten – er kann in all der Aufgewühltheit seines Inneren den Gewaltgedanken nicht widerstehen, der Stress artet zu einem gesellschaftlichen Pulverfass. Die Ignoranz ist vielfach so verbreitet, auf eine Anfrage überhaupt eine Antwort zu geben und sich miteinander frei auszutauschen, dass das Wort im Willen untergeht. Und der geliebte Wohlstand - auf gläserneStelzen gestützt - verliert zusehends in der Wut des Geldes die Balance. Die Fäulnis des Bankensystems, die unverständlichen Strukturen und Mechanismen der Börse, die selbstgeschaffene Macht der Ratingsagenturen, die keinem Bürger plausibel zu machende Verschuldung der öffentlichen Haushalte, die ethische Befleckung aus florierenden Rüstungsexporten – all dies kommt jetzt auf einmal wie ein rollender Berg auf uns zu.

Das Konzept hält in der Person des Ironymus den Spiegel der Gegenwart vor, stellt Zeitfragen, beleuchtet das vorherrschende Erdendunkel, rüttelt am wissenschaftlichen Bodensatz und lässt das Morgen ahnen. Mit listigen, aber auch deutlichen Worten greift Ironymus in die Wirklichkeit ein und zeigt die Zeitnotwendigkeit auf, an einer seelisch-geistigen Entkrampfung des Ich zu arbeiten, als Grundlage zu einer freien Menschengemeinschaft. In dieses Geschehen hinein streut die Musik fein abgestimmt ihre Seele, ruft den Himmel, spricht sich mit ihm ab, gibt Beispiel idealer Freundschaft und kreiert die Urform der Liebe. Die Handlungsweise fußt dabei auf dem polaren Spiel unseres Bewusstseins, im Heilgedanken - Welt und Mensch zu versöhnen. Die hohe Zeit ist gekommen - eine Welt, die sich zunehmend gegen die Täter wehrt, eine Welt, die sich immer mehr am Bösen reibt. Und deren Geist raunt uns zu, an die guten Mächte des Daseins zu glauben - vorausgesetzt, der Mensch schafft sich hierfür die Basis.